Chronik

 

25.01.1983

Die Gründung der Kapelle geht auf ein Rundschreiben vom 25.01.1983 zurück, in dem alle interessierten Eisenbahner aufgefordert wurden, sich am 17.02.83 im Aufenthaltsraum des Bf. Euskirchen einzufinden. Der Verfasser war der Bahnhof-Dienststellenleiter, Herr Rudolf Hacker. Bei der Versammlung wurde bereits die erste Probe durchgeführt und der Vereinsname festgelegt.
 
BSW-Blasorchester “Eifelland” Euskirchen

Die anschließende Vorstandswahlergab folgendes Ergebnis:
1. Vorsitzender: Rudolf Hacker,
Kassierer: Willy Vogelsberg,
Schriftführer: Peter Fischer,
Erster Dirigent der Kapelle war Hermann Warler.

Den 1. Auftritt, am 25.Mai 83 beim Seniorennachmittag der BSW- und anderer Pensionäre gestalteten wir mit 10 Stücken nach geliehenen Noten.



80 er
Die Proben wurden im 4-Wochen-Rhythmus festgelegt.
Es folgten Auftritte zum Prinzenempfang Euskirchen,
Seniorennachmittagen.
Am 10.Oktober 1984 wurde ein neuer Vorstand gewählt:
1. Vorsitzender: Rudolf Hacker,
2. Vorsitzender: Peter Fischer,
1. Kassierer: Willi Vogelsberg,
2. Kassierer: Franz-Josef Esser sowie
Schriftführer: Wolfgang Schneider

Zur Weihnachtsfeier 84 hatten wir bereits 15 Musikstücke mühsam erarbeitet, die wir fast fehlerfrei spielen konnten.

In den Jahren bis 89 sprach es sich schnell in Bahnkreisen und
Umgebung herum, dass die Bahnkapelle ein fröhliches und gemüt-
liches zuhause bietet. Bald waren wir 22 Musikanten aus allen
Sparten der DB, sowie aus den Kreisen Euskirchen und Daun.
Die Anzahl der jährlichen Auftritte stieg auf etwa 15 und führten uns z.B. zu folgenden Terminen:
-100 Jahre Bahnhof Bonn,
-Kulturhaus Bad Münstereifel,
-150 Jahre DB Euskirchen,
-Einweihung des Dorfplatzes in Feusdorf.....
     
1987 fand unsere erste Vereinstour statt - Kurkonzert in Mittenwald

Erste Weihnachtsfeier
Ein Raum war schnell gefunden, aber wie sollte die Weihnachtsfeier finanziert werden?
Der Vorstand brachte das Bier mit zur Feier, die Frauen Salate, jeder Musiker gab 5 DM für Fleisch und Beilagen.
Mit einem Sketch sorgten P.Fischer, Chr.Thielen als Nikolaus und Hansmuff und H.Warler mit einem Vortrag über die Eigenheiten von Musikern dafür, dass die Lachmuskeln nicht zur Ruhe kamen.
Danach spielte K.Bruckmann auf der Quetsch bis in den frühen Morgen.                     
Ein voller Erfolg!



90er
1989 wurden plötzlich die Proben schlechter besucht,unser Dirigent mußte aus gesundheitlichen Gründen den Dirigentenstab an Kurt Bruckmann übergeben.
Kurt förderte und verbesserte das Zusammenspiel der Musiker und eine neue Ära, nun erstmalig auch mit Nichteisenbahner-Musikanten begann.
Wir unternahmen viele Musik- und Kulturfahrten und spielten unter Anderem 1991 in Grainau vor 800 Zuhörern, fuhren nach Berchtesgaden, 94 nach Prag, 98 nach Budapest und natürlich zum Weinfest an die Mosel.

Der nächste Bruch kam 1999, als wir plötzlich durch die Umorganisation der Bahn keinen Übungsraum mehr hatten, 8 Musikanten und der Dirigent den Verein verliesen und wir nicht mehr spielfähig waren.
Der Neubeginn gelang aber, da uns die Gemeinde Feusdorf einen geeigneten Raum und die Probemöglichkeit im Dorfhaus gestattete. Fredy Möller (selbst aus Feusdorf) konnte als neuer Dirigent gewonnen werden.
Plötzlich hatten wir ein großes Holzregister mit Saxophonen und Klarinetten und nur noch ein Tenorhorn.
Aber Fredy setzte die Musikstücke in die neue Besetzungssituation um und es ging mit wieder 24 Musikanten
weiter.



2000er
Im neuen Jahrtausend wurde wieder fleißig geübt, damit wurden unsere Auftritte an der Mosel zu den verschiedenen Weinfesten jedesmal ein Erfolg.
Nicht nur die gemeinsame Anreise im Bus, begleitet vom vereinseigenen Fanclub, sondern auch jede Menge “Köllsche Lieder” halfen uns - und natürlich Jup mit der Quetsch...
Zwischenzeitlich versuchte sich Günter Berend als
Dirigent.
Im Oktober 2005 führte uns ein “Kulturfahrt mit Musik”
an den Bodensee. Wir hatten schöne Tage und viele
nachhaltige Erlebnisse.


Chronik Teil 2 ab dem 3. Oktober 2003 – 3. Oktober 2008
(nach dem Jubiläum 20 Jahre BSW Kapelle.)

Aus Anlass des 20 jährigen Bestehens der Kapelle fand am Samstag den 4 Oktober 2003 ein großer Festkommers mit Abendserenade unter Mitwirkung des MV Waldorf und MV Feusdorf im Bürgerhaus Feusdorf statt. Ein gutbesetztes Haus, spendete den ohne Gage angetretenen Musikern für ihre gekonnt vorgetragenen Musikstücke viel Beifall. Auch unsere ehemaligen Musikkollegen, die persönlich eingeladen wurden, sind in großer Zahl erschienen. Unser ehemaliger. Dirigent Hermann Warler hatte uns bei dieser Gelegenheit, ein von Ihm komponierten Marsch geschenkt. Zum Ausklang dieses unterhaltsamen Abends spielte unser Musiker Paul Kirvel als Alleinunterhalter zum Tanz bis zum frühen Morgen auf.
Das Fest endete mit einem Frühschoppenkonzert mit dem MV Jünkerath/Gladt, das allerdings nur wenige Zuhörer hatte.(auch einige unserer Musikkollegen hatten wohl zu lange gefeiert.)
Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung.

Im Anschluss an das Jubiläum wurde eine Schwarzwaldfahrt nach Baiersbronn (v.Sa. 25.10.2003 - Mi. 29.10.2003) u. a. mit der Besichtigung der Stadt Straßburg dem Europaparlament und einer Bootsfahrt durchgeführt, ebenso wurde der schönste Ort im Schwarzwald Sasbachwalden besichtigt.
Der Höhepunkt war das Konzert in der Schwarzwaldhalle Baiersbronn, als besondere Attraktion wurde von unseren Frauen die Glocken von Rom uraufgeführt. Auch die beiden Vereinsabende die von unseren Musikern Josef Schneider und Heinz Pohl gestaltet wurden, werden uns an eine wunderschöne Fahrt erinnern.

In den Jahren 2003 u. 2004 mussten  Änderungen im Vorstand vorgenommen werden, unser Kassierer Heinz Peetz trat vom Amt zurück. Johannes Thielen stellte sich zur Verfügung und wurde durch Neuwahl bestätigt.
Unser Dirigent Fredi Möller musste aus beruflichen Gründen seine Tätigkeit beenden. Nach längerer Diskussion übernahm unser langjähriger Musiker und vorheriger Dirigent Kurt Bruckmann das Amt.

In den Jahren von 2002– 2007 konnte einige neue Musiker für die Kapelle gewonnen werden: 2002 Karl Brang, 2003 Dieter Hilgers, 2007 Herbert Brang u. Peter Zierden, diese sind für uns eine musikalische Bereicherung.
Im Jahr 2005 (Auftritt Heimatfest Feusdorf) mußte  Kurt Bruckmann das Dirigentenamt aus Gesundheitsgründen aufgeben.
Nun war guter Rat teuer, nach zahlreichen Telefonaten u.a. mit Willi Wellershausen  konnten wir den ehemaligen Berufsmusiker u. Dirigenten Günter Berend verpflichten.

Im Jahr 2005 wurde ein Vereinsausflug vom Freitag, dem 30.09. bis Montag, dem 03.10. durchgeführt. Er führte uns über Freiburg nach Stockach am Bodensee. Von hier wurde eine Panoramafahrt entlang dem Bodensee Überlingen, Insel Mainau, Zeppelinmuseum nach Konstanz unternommen. Auf der Rückfahrt wurde Colmar besichtigt. Diese Tour, die von einem Reiseunternehmen durchgeführt wurde, hatte ein zu umfangreiches Programm. (Alle bisherigen Ausflüge wurden vom Programm selbst gestaltet.)
Auch die Beteiligung der Mitglieder war mäßig, sowie schlechtes Wetter trugen nicht dazu bei von einer schönen Tour zu sprechen.

Im April 2005 ging ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung, wir bekamen endlich eine einheitliche DB blaue Uniform. Bisher bestand diese  aus alten Uniformen, die von den Zugbegleitern abgeben wurden. Jeder Musikant musste sich mit 40 €   an den Gesamtkosten von 120 € beteiligen, die restlichen Anteile wurde vom BSW und der Kapelle übernommen. (Jacke, Weste, Hose, Hemd und Krawatte).

Am 19.Mai 2006 gab Günter Berend  nach Differenzen mit Musikern und Vorstand sein Dirigentenamt an Fredi Möller ab. Seine Ansprüche an die Musiker und die Musikauswahl waren für uns mit einen Proberhythmus von 14 Tagen nicht zu erfüllen. Wir konnten einiges von Ihm im musikalischen Bereich übernehmen (Tonbildung ,Rhythmus usw.) dafür unseren Dank.
Im Dezember 2006 wurde eine Fahrt zum Weihnachtsmarkt nach Bernkastel-Kues unternommen.
Der Abschluss bei unserem Winzer (Port) war bei gutem Essen und anschließender Weinprobe eine gelungene Veranstaltung.


Seit dem 01. Januar2007  können die Proben nur Montags und Freitags alle 14 Tage durchgeführt werden.
Für die Probe am Montag konnte unser Musikant Dieter Hilgers als Dirigent gewonnen werden, da Fredi aus beruflichen Gründen nur die Probe am Freitag durchführen kann. Die beiden ergänzen sich hervorragend in der Probenarbeit.

Leider bleibt unser Verein auch nicht von Schicksalsschlägen verschont, unser Musiker und langjähriger Dirigent Kurt Bruckmann ist leider 2008 so schwer erkrankt, dass ein musikalisches Mitwirken bei uns nicht mehr möglich ist .Er und seine Ehefrau hat unser Mitgefühl Wir wünschen im auf diesem Wege alles Gute.

In den Jahren von 2003 bis jetzt (2008) wurden jeweils 5 -6 Auftritte jährlich durchgeführt:
In Bessenich (Schützenfest), Kesten u. Bernkastel – Kues (Straßenweinfest) Euskirchen (Stadtfest)
Die Kapelle besteht zur Zeit (Stand 2008) aus 23 Musikern und 8 inaktiven Mitglieder.

Insgesamt waren seit dem Gründungsjahr 1983 bis zum Oktober 2008  66 Musiker im Verein aktiv.
Der Verein ist auf einem guten musikalischen Weg, dafür ein Dankeschön an alle Musiker besonders an unsere beiden Dirigenten Fredi Möller und Dieter Hilgers, die es nicht leicht haben, uns in wechselnder Besetzung bei den Proben auf die Auftritte vorzubereiten und neue Musikstücke einzuüben. Besonders zu er wähnen ist das Sie ohne Honorar dieses schwierige Amt ausüben.

Unsere Kapelle hat sich immer durch großen Zusammenhalt und gute Kameradschaft ausgezeichnet. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir noch einige aktive aber auch inaktive Mitglieder für uns gewinnen könnten. Wir bieten ein fröhliches u. gemütliches Vereinsleben, wobei auch sonstige Aktivitäten nicht zu kurz kommen.
Ich wünsche der Kapelle  alles Gute und noch lange Jahre des Bestehens. Ich hoffe das ich keine wesentliche Vorkommnisse des Vereinslebens ausgelassen habe, bei der Vielzahl der Anekdoten und Erlebnisse konnten nicht alle niedergeschrieben werden, dass würde diesen Rahmen sprengen.
Ich möchte nun mit einen Vierzeiler von Heinrich v.Orleon der die Einstellung und den Sinn der Musik am besten wiedergibt enden.:

Der Freundschaft Worte haben oft gelogen
Es täuscht die Liebe durch Beredsamkeit
Musik allein hat noch nie ein Herz betrogen
Doch viele tausend  hocherfreut.

Der Chronist im September 2008


Wolfgang Schneider.